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Nr. 1 (Juli 2002)
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Nr. 3 (November 2002)

DGPuK-Newsletter. Nr. 3 (November 2002)

Informationsdienst der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft für Politik, Hochschulen, Medien und Wirtschaft.

Erscheint alle zwei Monate. Nachrichten aus dem Fach und aus den Instituten, Forschungsberichte, Projekte, Tagungen.

Forschung
TV-Duell 1: Medienberichterstattung verändert Urteil
TV-Duell 2: Einstellung bestimmt Kandidatenbild
Erwartungsrahmen der Journalisten beeinflusst Berichterstattung

Neues aus den Instituten
Wolfgang Donsbach wird ICA-Präsident
München: Bachelor-Studiengang startet im kommenden Wintersemester
Hamburger Institut hat einen Juniorprofessor
Erfurt: Das Fernsehen und die gesunde Ernährung

Tagungen
Ilmenau 1: Visuelle Wahlkampfkommunikation
Ilmenau 2: Multimediales Lernen
Lingen: PR-Ausbildung in Deutschland
Bamberg: Journalisten gestern und heute

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Forschung

TV-Duell 1: Medienberichterstattung verändert Urteil
Kanzler Schröder hat von der Medienberichterstattung nach dem ersten Fernsehduell stärker profitiert als sein Herausforderer Stoiber. Kommunikationswissenschaftler der TU Dresden haben repräsentativ ausgewählte Zuschauer dreimal befragt: vor dem Duell, direkt danach und einige Tage später. Dabei ging es auch um die Mediennutzung, um den Tenor in Presse und TV sowie um Gespräche mit Bekannten und Freunden. Jeder dritte Befragte hatte seine Meinung zum Duell-Sieger nach wenigen Tagen geändert – vor allem diejenigen, die am TV-Abend selbst noch Stoiber vorn gesehen hatten. [weiter] [zurück] 

TV-Duell 2: Einstellung bestimmt Kandidatenbild
Während der zweiten TV-Debatte hat Schröder die Zuschauer etwas mehr beeindruckt als Stoiber. Die Mainzer Kommunikationswissenschaftler Marcus Maurer und Carsten Reinemann haben die Reaktionen von 75 Wahlberechtigten sekundengenau gemessen und festgestellt, dass der Kanzler bei den Themen Irak und Bildung sowie mit seinem Schlusswort gepunktet hat. Viel wichtiger als das Auftreten der Kandidaten war aber die Einstellung, die die Zuschauer schon vor dem Duell hatten. [weiter] [zurück]

Erwartungsrahmen der Journalisten beeinflusst Berichterstattung
Journalistische Arbeit ist stark erwartungsgeleitet. Bertram Scheufele von der Universität München hat am Beispiel Fremdenfeindlichkeit untersucht, wie die Vorstellungen der Journalisten über einen „normalen“ Ereignisverlauf oder über Ursachen und Folgen die Berichterstattung beeinflussen. Während nach Hoyerswerda und Rostock das Thema Asyl Vorrang hatte, dominierte nach Mölln und Solingen der Bezugsrahmen „Gefahr des Rechtsradikalismus“. [weiter] [zurück] 

Neues aus den Instituten

Wolfgang Donsbach wird ICA-Präsident
Die wichtigste kommunikationswissenschaftliche Fachgesellschaft wird 2004 erstmals von einem Deutschen geführt. Die Mitglieder der International Communication Association (ICA) kürten in geheimer Abstimmung Wolfgang Donsbach zum übernächsten Präsidenten. Als president-elect wird er bereits verantwortlich für das Programm der ICA-Konferenz 2004 in New Orleans sein. Donsbach lehrt seit 1993 an der TU Dresden und ist einer der renommiertesten deutschen Kommunikationswissenschaftler. Die ICA hat über 3.500 Mitglieder in 65 Ländern. [zurück]

München: Bachelor-Studiengang startet im nächsten Wintersemester
Das bayerische Kultusministerium hat den Bachelor-Studiengang Kommunikationswissenschaft an der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität genehmigt. Start ist im Wintersemester 2003. Der Diplom-Studiengang Journalistik soll dann durch einen Aufbaustudiengang Magister Praktischer Journalismus ersetzt werden. [weiter] [zurück]

Hamburger Institut hat einen Juniorprofessor
Am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Hamburg ist eine der ersten Juniorprofessuren in Deutschland eingerichtet worden. Stelleninhaber Bernhard Pörksen ist sowohl in der Wissenschaft als auch im Journalismus zu Hause und soll sich unter anderem um die Praxiskontakte des Instituts kümmern. [weiter] [zurück]

Erfurt: Das Fernsehen und die gesunde Ernährung
Das Erfurter Institut für Kommunikationswissenschaft beschäftigt sich mit Essen und Trinken – im Fernsehen. Welchen Einfluss haben Werbung, Filme, Serien oder Ratgeber auf die Einstellung der Zuschauer zum Thema Ernährung? Das Projekt wird von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung gefördert und läuft seit September. [weiter] [zurück]

Tagungen

Ilmenau 1: Visuelle Wahlkampfkommunikation

Die DGPuK-Fachgruppe „Visuelle Kommunikation“ beschäftigt sich am 22. und 23. November in der Nähe von Ilmenau mit Wahlkämpfen. Neben den TV-Duellen vom Spätsommer geht es dabei auch um die Darstellung der Kandidaten in den Fernsehnachrichten und in der Pressefotografie.

Programm/Organisation [zurück]


Ilmenau 2: Multimediales Lernen

Online-Seminare, Internet-Vorlesungen, Lernsysteme auf CD-ROM: Die TU Ilmenau und die Universität Trier veranstalten vom 13. bis 15. Dezember einen Workshop „Multimediales Lernen und Lehren in der Kommunikations- und Medienwissenschaft“. In Ilmenau soll dabei auch über Konsequenzen für die traditionellen Lehrformen diskutiert werden. Programm (PDF) [zurück]


Lingen: PR-Ausbildung in Deutschland

Was muss ein PR-Manager wissen? Und vor allen Dingen: Wo kann er dieses Wissen erwerben? Auf Einladung der DGPuK-Fachgruppe „PR und Organisationskommunikation“ treffen sich Referenten aus Hochschulen und aus der PR-Bildungsarbeit vom 21. bis 23. November in Lingen. Ziel: eine Zwischenbilanz der PR-Ausbildung im deutschsprachigen Raum.

Einladung und Programm (PDF) [zurück]

Bamberg: Journalisten gestern und heute

"Journalismus im Wandel" ist das Thema einer gemeinsamen Tagung der DGPuK-Fachgruppen Journalistik und Kommunikationsgeschichte. Wie haben sich die Arbeitsbedingungen verändert, wie ist es um das Prestige der Journalisten bestellt? Tagungsort: Bamberg. Termin: 18./19. Januar 2003. [zurück]

Weitere Tagungshinweise

Impressum
Deutsche Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft

Verantwortlich: Michael Meyen

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